
Lechbrücke quo vadis?
Zwei Jahre lang kann die Wohnanlage nicht genutzt werden. Was in dieser Zeit bei den Sanierungsarbeiten passiert.

Ein halbes Jahrhundert Studierendenleben kann seine Spuren an einem Gebäude hinterlassen. Ebenso der ökologische Fußabdruck des Hochhauses ist 50 Jahre später gesehen nicht gerade vorbildhaft. Daher führt kein Weg vorbei an einer umfassenden Modernisierung von Augsburgs erster Studierenden-Wohnanlage. Doch was wird dabei genau gemacht?
Der Wohnbaugruppe Augsburg (WBG), zu deren Bestand das Gebäude gehört und die nun die Maßnahmen umsetzt, geht es um drei Punkte: die bauliche Sanierung, die energetische Ertüchtigung und die Steigerung der Aufenthaltsqualität.
Alles neu in allen Apartments
Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird das Hochhaus hierfür von Grund auf modernisiert. Anschließend wird es wieder an das Studierendenwerk vermietet, das wiederum die Vergabe der Wohnplätze koordiniert. Alle Apartments erhalten neue Türen, Fenster, Böden, Bäder und Innenausstattung.
»Mit dem starken Partner Studierendenwerk und aufgrund der umfangreichen Förderung durch den Freistaat Bayern können wir auch bei hohen Bau- und Finanzierungskosten den Studierenden in Augsburg langfristig bieten, was sie benötigen: ein bezahlbares Zuhause während der Studienzeit.«
--------Dr. Mark Dominik Hoppe, Geschäftsführer Wohnbaugruppe Augsburg
Doch die Studierenden sollen sich künftig nicht nur in ihren eigenen vier Wänden wohlfühlen, sondern auch außerhalb in den von allen Bewohner*innen nutzbaren Bereichen der Wohnanlage. So soll die Dachterrasse künftig zu einem Ort für Sport, Entspannung und Austausch umgestaltet werden. Zusätzlich entstehen vier neue Gemeinschaftsräume.
Außerdem erhält die Wohnanlage an der Lechbrücke eine grundlegende energetische Sanierung. Bislang war viel Energie ungenutzt verpufft. Künftig soll der Energieverbrauch um 62 Prozent reduziert werden, der CO2-Ausstoß sogar um 68 Prozent. Darüber hinaus wird das Gebäude ans Fernwärmenetz der Stadt Augsburg angeschlossen. Die WBG investiert in das Projekt rund 25 Millionen Euro, der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit fast 10 Millionen Euro.