Weniger Müll, mehr Mäh!

In allen Bereichen arbeitet das Studierendenwerk Augsburg daran, nachhaltiger und ressourcenschonender zu agieren. Manchmal gelingt das auch dank tierischer Unterstützung.

BAUEN & WOHNEN

Da gibt es fast nichts zu meckern! Auf über einem Hektar finden einheimische Tier- und Pflanzenarten auf dem Grundstück der Augsburger Wohnanlage in der Bürgermeister-Ulrich-Straße einen Platz. Dort wurde eigens für sie eine Biotopfläche als wertvoller Rückzugsort angelegt. Die Bewirtschaftung wird vom Studierendenwerk Augsburg finanziert und erfolgt durch den Landschaftszweckverband, der die Fläche in regelmäßigen Abständen mit Ziegen beweidet.

Dachbegrünung bei der Studierendenwohnanlage in der Bürgermeister-Ulrich-Straße.

Und das wird sonst noch gemacht:

  • Grüner wird’s immer: Seit 2003 wird bei Neubaumaßnahmen eine umfassende Dachbegrünung eingeplant.
  • Auf dem Boden geblieben: Mit Linoleum setzt das Studierendenwerk auf ein Naturprodukt aus Leinölen, Harzen,
    Jute und Kalkstein.
  • Günstig gelegen, gut für die Umwelt: Bei der Planung der Wohnanlagen wird darauf geachtet, dass sie gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. In einzelnen Wohnanlagen gibt es zudem in Kooperation mit den Stadtwerken Augsburg Carsharing-Angebote für die Bewohner*innen.
  • Licht an, aber energiesparend: Durch die sukzessive Umstellung auf LED-Beleuchtung können bis zu 15 Prozent Strom eingespart werden.
  • Regional heizen:Wohnanlagen, die seit 2003 gebaut wurden, sind über Fernwärme versorgt. Diese wird in Augsburg besonders CO2-arm erzeugt.
  • Neubau mit alten Möbeln: Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden beim Umzug in das neue Verwaltungsgebäude die Möbel aus den bisherigen Büros mitgenommen. Nur in Einzelfällen gab es Neuanschaffungen.

 

 

Die bunten Campusbecher ersetzen seit 2018 die Pappbecher und sind damit eine umweltfreundliche Mehrweglösung. Bild: Agnes Mayer
Die bunten Campusbecher ersetzen seit 2018 die Pappbecher und sind damit eine umweltfreundliche Mehrweglösung. Bild: Agnes Mayer

HOCHSCHULGASTRONOMIE

Im Einkauf der Hochschulgastronomie des Studierendenwerks Augsburg wird darauf geachtet, wo immer möglich Mehrweglösungen zu finden. Auch Lieferanten werden nach Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt. Trotz deutlich höherer Einkaufskosten wird der Bio-Anteil kontinuierlich erhöht, aktuell steht er auf fast 13 Prozent.

Und das wird sonst noch gemacht:

  • Anpassungen im Angebot: Mittlerweile gibt es in allen Cafeterien und Mensen ein vielfältiges, vegetarisches und veganes Angebot. Auch Fair-Trade-Produkte wie Kaffee, Getränke und Süßigkeiten sind im Sortiment. Steht Fisch auf dem Speiseplan, entspricht er der WWF-Empfehlung. Hühnerfleisch wird gemäß der Europäischen Masthuhn-Initiative bezogen.
  • Veränderungen bei den Verpackungen: Als umweltfreundliche Mehrweglösung gibt es für Heißgetränke Campusbecher und Porzellantassen. Auch Mensagerichte lassen sich inzwischen in Mehrweg-Verpackungen to go mitnehmen. Plastikbesteck und Rührstäbchen wurden durch Holzprodukte ersetzt, Trinkhalme komplett abgeschafft.
  • Was passiert mit Lebensmittelresten? Bereits bei der Produktionsplanung wird darauf geachtet, Überproduktionen zu vermeiden. Besteht doch mehr Nachfrage wird dann in Chargen nachproduziert. Was noch einmal am nächsten Tag Verwendung findet, darf im Schneerückkühler bis zu seinem nächsten Einsatz chillen. Was dagegen nicht mehr aufgehoben werden kann, gibt’s zu stark reduzierten Preisen.
  • Kurze Wege für die Logistik: Fast alle Lieferanten kommen aus Bayern, wenn möglich sogar aus der Region, um lange Transportwege zu vermeiden. Außerdem setzt das Studierendenwerk auf einen kleinen Lieferantenstamm. So sind weniger Touren notwendig und die Liefermengen lassen sich effektiver abrufen. Wo verfügbar und sinnvoll werden Großgebinde geordert, um weniger Müll zu produzieren.
Kleiner Ketchup, große Wirkung: Solche Portionsbeutel gehören der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es in den Betriebsstellen Spendersysteme für Ketchup, Senf und Mayo, bei denen sich die Gäste selbst bedienen können. Foto: Pixabay.

VERWALTUNG

  • Digital statt ausgedruckt: Viele Prozesse wurden inzwischen so umgestellt, dass sie digital verarbeitet werden können. Das spart Papier ein, aber auch Tinte und Energie beim Drucken. Wird doch einmal etwas ausgedruckt, dann mit wiederverwendbaren Rebuilt-Tonern.
  • Coole Lösungen: In der IT werden durch Servervirtualisierungen CO2 und Strom reduziert. Dadurch ist auch die Serverkühlung effizienter. Ältere PCs werden zudem lieber umgestellt, um die Hardware möglichst lange zu nutzen und Neukäufe zu vermeiden.
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